09 Juni 2006

Sonnencreme - Sonnenbrand und Hautkrebs

Nach meinem Mallorca-Urlaub (nein - nicht Palma, Alicante und Ballermann...:-) hörte ich mehrfach: "Du bist ja gar nicht braun geworden..."

Na - und?

Im Gegenteil: Mir taten alle "Brathähnchen" leid, die sich in der Sonne gegrillt haben.

Ja wissen die das immer noch nicht?

Über 90 % der Hauttumore gehen auf Sonneneinstrahlung zurück.

Es gibt keine sichere Sonnenbräune.

Ultraviolette (UV-) Strahlen sind stark genug, um einen Sonnenbrand zu verursachen und stellen einen deutlichen Risikofaktor für Hautkrebs dar. Aber UV-Strahlen können auch ohne Sonnenbrand zu Hautkrebs führen.

Außerdem können UV-Strahlen zu frühzeitiger Hautalterung, Katarakt (Grauer Star) und einer Hemmung der körpereigenen Abwehr führen.

Obwohl hellhäutige Menschen empfindlicher für Sonnenbrand sind, betrifft es alle Hauttypen.

Weitere Risikofaktoren sind Leberflecke und Sommersprossen, sowie eine familiäre Vorbelastung, einige (seltene) Hautkrankheiten (wie Lupus) und bestimmte Medikamente.

Sonnencreme schützt - aber welche ist die Richtige?

Vergewissern Sie sich, dass die Sonnencreme vor UVA- und UVB-Strahlen schützt. Beide Typen können Ihre Haut schädigen. Prüfen Sie auch, ob der Sonnenschutzfaktor mindestens 15 beträgt - viele Hautärzte empfehlen auch den Faktor 30. Diesen brauchen Sie auf jeden Fall für Kinder.

Der Lichtschutzfaktor gibt an, wie viel länger man vor einem Sonnenbrand bewahrt bleibt im Vergleich zu "ungeschützter" Haut.

Wenn Sie zum Beispiel nach 20 Minuten einen Sonnenbrand erleiden würden, sorgt eine Creme mit dem Sonnenschutzfaktor 20 dafür, dass Sie 20-mal so lange im Freien bleiben können, bevor Sie einen Sonnenbrand bekommen. Das wären etwa 5 Stunden, wenn die Creme richtig aufgetragen wurde.

Verwenden Sie eine wasserbeständige Sorte, wenn Sie schwitzen oder schwimmen, und überprüfen Sie die Zusammensetzung, wenn Sie bestimmte Allergien haben (zum Beispiel Soja!).

Besorgen Sie einen wasserbasierten Sonnenschutz, falls Sie eine stark fettende Haut haben oder zu Akne neigen. Wenn Ihre Haut schlecht auf den Sonnenschutz reagiert, wechseln Sie zu anderen Inhaltsstoffen. Nicht alle Sonnencremes enthalten dieselben Substanzen. Solche mit
Zinkoxid oder Titandioxid schützen vor der Sonne am wirkungsvollsten.

Wichtig: cremen Sie sich nach 2 Stunden erneut ein, denn Schweiß, Wasser und Abtrocknen entfernt die Schutzschicht langsam - auch bei einer wasserfesten Sonnencreme.

Na denn... fröhliches sonnen.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hi

Ich wollte nur kurz eine medizinische Anmerkung schreiben.

Die Rechnung Lichtschutzfaktor x Zeit bis Sonnenbrand ohne Schutz = Zeit des Schutzes stimmt nicht. Der Lichtschutzfaktor muss halbiert werden, damit diese Rechnung stimmt.

Das Merkmal "Wasserfest" bekommen Sonnencremes wie folgt:

Beide Hände einschmieren, 15 Minuten in ein Eimer mit Wasser halte, raus nehmen, dann nochmal 15 Minuten rein halten. Wenn dann noch 50% an Sonnencreme vorhanden ist, darf sich diese Sonnencreme "Wasserfest" nennen. Wie weit ab das von der Realität ist, sieht glaube ich jeder selber.

Wichtig ist, nach jedem Baden neu eincremen, helle Kleidung tragen und nicht gerade Mittags in die Sonne legen. Die Dosis ist der entscheidende Punkt. Wer nicht übertreibt hat noch viele Jahre Spass an seiner Haut ;)

Mit freundlichen Grüßen

Michael aka. StarBuG
von http://www.Patientenfragen.net

Anonym hat gesagt…

Das entspricht alles nicht dem aktuellen wisschenschaftlichen Stand sondern ist irgendwo unreflektiert abgeschrieben worden!

z.B aktuelle Infos unter Wikipedia
Schutzwirkung von Sonnencremes:

In der Vergangenheit wurde oft behauptet, dass Sonnencreme die gesundheitsschädlichen Effekte der UV-Strahlung verhindern kann. Dies ist jedoch nicht korrekt. Nahezu alle medizinischen Statistiken haben gezeigt, dass die Benutzer von Sonnencreme ein höheres Risiko haben Hautkrebs zu bekommen, als der Sonnencreme-Verweigerer. (Fachliteratur in Englisch [1] [2]) Diese epidemiologischen Ergebnisse können durch zwei unterschiedliche Effekte erklärt werden. Zum einen verbringt der Sonnencreme-Benutzer mehr Zeit in der Sonne weil die Warnsignale ausbleiben, und dadurch erhöht sich seine UV-A Dosis. Zum anderen ist inzwischen aber auch mehrfach bewiesen worden, dass Sonnencreme-Moleküle welche in die Haut eindringen und in direktem Kontakt mit dem lebenden Gewebe stehen dieses schädigen können.[3] [4] Diese DNA-Schädigungen entstehen durch einen anderen Mechanismus, welcher keinerlei Warnsignale im Körper auslöst. Dadurch entwickelt Sonnencreme eine photocarcinogene Wirkung die ebenfalls dazu beiträgt dass Sonnencreme-Benutzer ein höheres Krebsrisiko haben als Sonnencreme-Verweigerer. Die Sonnencreme die in Europa und Australien verkauft wird wurde nicht auf eine eventuelle photocarcinogene Wirkung getestet. Sonnencreme wird auf carcinogene Wirkung getestet aber nicht auf eine photocarcinogene Wirkung!! In den USA hat man Tests für photocarcinogene Wirkungen verpflichtend eingeführt, und daraufhin ist die Zahl der Neuzulassungen von Sonnencreme drastisch zurückgegangen. Seit 1978 sind in den USA nur drei neue Sonnencremestoffe zugelassen worden.

Aus der Sicht eines Photochemikers ist es äußerst schwierig eine Substanz zu finden die nicht photocarcinogen ist. Eine Substanz zu finden, die den Sonnenbrand verhindert ist hingegen relativ einfach.