Heute werde ich mal wieder etwas nachdenklicher:
Bleiben wir mal beim Thema Medikamente.
Achtung: wer seinen Arzt mag und einen unerschütterlichen Glauben an die Allmacht der Medizin hat - bitte NICHT weiterlesen.
Also - na gut - Sie wollten es nicht anders...
Schauen wir uns mal eine Statistik an.
Die Person die Sie der Wahrscheinlichkeit nach am ehesten töten wird, ist nicht ein betrunkener Autofahrer und auch kein Einbrecher, sondern Ihr EIGENER ARZT.
Unglaublich?
Nein.
Denn die Wahrscheinlichkeit an den Nebenwirkungen verordneter Medikamente zu sterben, ist fünfmal höher, als bei einem Verkehrsunfall ums Leben zu kommen.
Nun... genausowenig wie wir deswegen Autos wegen der Unfalltoten abschaffen, werden wir Medikamente abschaffen. Diese Schlussfolgerung wäre absurd.
Ich plädiere dafür Wechselwirkungen genauer zu untersuchen und nicht ganz so unkritisch die Patienten mit so VIELEN Medikamenten gleichzeitig zu therapieren...
Nun denn...
P.S. Eine neuen Blog zu Medikamten-Test habe ich unter http://medikamente.blogspot.com erstellt.
22 Juli 2006
07 Juli 2006
Zuzahlung von und bei Medikamenten
Also ist es offiziell: die Arzneimittelkosten sind auch zum Vorjahres-Quartal schon wieder gestiegen.
Arzneimittel, die unter Patentschutz stehen und besonders teuer sind (aber überhaupt keinen therapeutischen Zusatznutzen für den Patienten haben) werden in der so genannten Strukturkomponente erfasst.
Diese Medikamente sind "Scheininnovationen" und immer noch ein entscheidender Grund für den stetigen Anstieg der Arzneimittelkosten in den Krankenkassen.
Dieser Anteil macht immer noch über 10% der rezeptpflichtigen Arzneimitteln aus.
Neue Wirkstoffe kommen nur selten auf den Markt. 2003 waren von 17 "neuen" Wirkstoffen nur 7 wirklich "neu"...
Dabei zahlen wir doch schon zu und bekommen Naturheilmittel, einfache Präparate wie Aspirin und homöopathische Mittel schon gar nicht mehr erstattet.
Na... jedenfalls gibt es Präparate die verordnet werden, bei denen man NICHT zuzahlen muss, weil diese Medikamente so viel günstiger als der Regelsatz sind.
Eine Liste dieser Medikamente findet Ihr hier:
http://www.gkv.info/media/Pressemitteilungen/
Zuzahlungsbefreit_sort_Name_060701.pdf
(das ist eine .pdf - Datei; um die zu lesen müsste Ihr den Adobe Reader installiert haben).
Aber machen wir uns mal nichts vor...
Der Anteil der Arzneimittelkosten an den Beitragssätzen der Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) beträgt 14%.
Mit 33 % Kostenanteil liegt der größte Kostenblock immer noch bei den Krankenhäusern.
Ich erspare mir hier die Berichte des Rechnungshofes zu Krankenhäusern, der immer wieder belegt, wieviel MILLIONEN verschwendet werden.
Um 1 % Beitragssenkung bei den Gesetzlichen Krankenversicherungen über Arzneimittelpreise zu erzielen, müsste man die Arzneimittelkosten um 44 % reduzieren. Das erscheint zur Zeit jedoch unrealistisch.
Na denn...
Arzneimittel, die unter Patentschutz stehen und besonders teuer sind (aber überhaupt keinen therapeutischen Zusatznutzen für den Patienten haben) werden in der so genannten Strukturkomponente erfasst.
Diese Medikamente sind "Scheininnovationen" und immer noch ein entscheidender Grund für den stetigen Anstieg der Arzneimittelkosten in den Krankenkassen.
Dieser Anteil macht immer noch über 10% der rezeptpflichtigen Arzneimitteln aus.
Neue Wirkstoffe kommen nur selten auf den Markt. 2003 waren von 17 "neuen" Wirkstoffen nur 7 wirklich "neu"...
Dabei zahlen wir doch schon zu und bekommen Naturheilmittel, einfache Präparate wie Aspirin und homöopathische Mittel schon gar nicht mehr erstattet.
Na... jedenfalls gibt es Präparate die verordnet werden, bei denen man NICHT zuzahlen muss, weil diese Medikamente so viel günstiger als der Regelsatz sind.
Eine Liste dieser Medikamente findet Ihr hier:
http://www.gkv.info/media/Pressemitteilungen/
Zuzahlungsbefreit_sort_Name_060701.pdf
(das ist eine .pdf - Datei; um die zu lesen müsste Ihr den Adobe Reader installiert haben).
Aber machen wir uns mal nichts vor...
Der Anteil der Arzneimittelkosten an den Beitragssätzen der Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) beträgt 14%.
Mit 33 % Kostenanteil liegt der größte Kostenblock immer noch bei den Krankenhäusern.
Ich erspare mir hier die Berichte des Rechnungshofes zu Krankenhäusern, der immer wieder belegt, wieviel MILLIONEN verschwendet werden.
Um 1 % Beitragssenkung bei den Gesetzlichen Krankenversicherungen über Arzneimittelpreise zu erzielen, müsste man die Arzneimittelkosten um 44 % reduzieren. Das erscheint zur Zeit jedoch unrealistisch.
Na denn...
06 Juli 2006
Arzneimittel - Verschreiben die Ärzte zu teuer?
Der Arzneimittelreport 2006 belegt:
Milliarden werden durch die unnötige Verschreibung teurer Medikamente verschwendet.
Damit Sie sich das vorstellen können: eine Milliarde = 1000 Millionen
"Die gesetzlichen Krankenkassen könnten drei Milliarden Euro durch den Einsatz von Generika sparen!", sagt der Bremer Professor Gerd Glaeske.
Das entspricht 0,3 Beitragssatzpunkten im Systemm.
Die Verschreibung teuerer Medikamente ist eine Plage für alle Krankenversicherungen und eine Falle für die Ärzte selbst. Mediziner lassen sich durch das erfolgreiche Pharma-Marketing beeinflussen, stellte der Professor fest.
Weiterhin muss leider festgestellt werden:
Frauen und älteren Personen werden nach der Darstellung Professor Glaeskes erheblichen Risiken durch die Verschreibung zu vieler Medikamente ausgesetzt. Noch immer bekämen über 20 Prozent der Frauen zwischen 65 und 70 Jahren Hormonpräparate!
Professor Glaeske warnte in diesem Zusammenhang vor Brustkrebs, Herzinfarkten und Schlaganfällen.
Über 20 Prozent der älteren Menschen erhielten mehr als 13 Medikamente parallel (eine Feststellung die ich aus der Praxis bestätigen kann). Glaeske führte rund 300 000 Klinikeinweisungen und 16 000 bis 24 000 Todesfälle jährlich auf Wechselwirkungen der Arzneien zurück. Manche Studien und Experten gehen sogar von doppelt so vielen Toten aus.
Na denn - Prost Mahlzeit...
Milliarden werden durch die unnötige Verschreibung teurer Medikamente verschwendet.
Damit Sie sich das vorstellen können: eine Milliarde = 1000 Millionen
"Die gesetzlichen Krankenkassen könnten drei Milliarden Euro durch den Einsatz von Generika sparen!", sagt der Bremer Professor Gerd Glaeske.
Das entspricht 0,3 Beitragssatzpunkten im Systemm.
Die Verschreibung teuerer Medikamente ist eine Plage für alle Krankenversicherungen und eine Falle für die Ärzte selbst. Mediziner lassen sich durch das erfolgreiche Pharma-Marketing beeinflussen, stellte der Professor fest.
Weiterhin muss leider festgestellt werden:
Frauen und älteren Personen werden nach der Darstellung Professor Glaeskes erheblichen Risiken durch die Verschreibung zu vieler Medikamente ausgesetzt. Noch immer bekämen über 20 Prozent der Frauen zwischen 65 und 70 Jahren Hormonpräparate!
Professor Glaeske warnte in diesem Zusammenhang vor Brustkrebs, Herzinfarkten und Schlaganfällen.
Über 20 Prozent der älteren Menschen erhielten mehr als 13 Medikamente parallel (eine Feststellung die ich aus der Praxis bestätigen kann). Glaeske führte rund 300 000 Klinikeinweisungen und 16 000 bis 24 000 Todesfälle jährlich auf Wechselwirkungen der Arzneien zurück. Manche Studien und Experten gehen sogar von doppelt so vielen Toten aus.
Na denn - Prost Mahlzeit...
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